seminarer Schwachsinn

17 Mrz

Ich arbeite in einer Firma, die nicht gerade klein ist…
Ziemlich viele Mitarbeiter und ne Menge Möglichkeiten, um diese am Schopfe packen zu können ebenfalls ein schier unerschöpfliches Angebot an Seminaren, Schulungen und Fortbildungsmaßnahmen.
Neue Schulungscentren mit sogenannten Catering-Inseln sorgen für ein schönes und angenehmes Ambiente in dem man sich voll und ganz aufs Lernen konzentrieren kann.

Nun ist es so, dass man, um an solchen Maßnahmen teilnehmen zu können sich bei dem zuständigem Zentrum anmelden muss und gleichzeitig wird eine E-mail an den Vorgesetzen verschickt, der die Teilnahme natürlich auch noch genehmigen muss.
Klingt logisch – ist es wohl auch, aber wohl nicht ganz so einfach wie gedacht. Entweder ist das Arbeitsaufkommen gerade zu groß und man selber, laut Vorgesetzem, zur Zeit nicht abkömmlich. Nicht schön, aber im gewissen Maße nachvollziehbar.
Viel schlimmer - der Vorgesetzte bekommt diese E-mail schafft es aber nicht inenrhalb von 3 – 6 Monaten die Genehmigung zu erteilen, somit verstreicht die Frist und die Möglichkeit neben seinem Job etwas für sich und seine Zukunft zu tun ist für den Augenblick dahin.

Nahezu zeitgleich kommt jetzt aber besagter Vorgesetzter mit Anmeldungen zu gewissen Schulungen die seiner Meinung nach absolut notwendig sind.
Dazu kann ich nur eins sagen: innerhalb der letzten 2 Monate war ich insgesamt 5 Tage bei Schulungen, die ich mir zwar nicht selber ausgesucht habe, ohne die ich aber angeblich meinen Job nicht vernünftig ausführen könnte. Klingt nicht übermäßug viel, aber es sind 5 Arbeitstage! Tage während denen meine Arbeit sich nicht von allein erledigt hat, sondern sich fröhlich und munter vermehrt hat. Die ich also in irgendeiner Form nachholen darf, obwohl keine dieser Schulungen auch nur den geringsten Nutzen für mich und meine Tätigkeit hatte.
Ich wurde jetzt also in drei Programmen geschult, von denen zwei noch nicht einmal auf meinen Rechner gespielt wurden und das wohl auch in nächster Zeit nicht passieren wird und in einem, welches ich mir durchaus hätte selbst erklären können, was aber in keinster Weise etwas mit meiner eigentlichen Arbeit zu tun hat.
Tja so kann man seine Mitarbeiter auch beschäftigen…

In diesem Sinne werde ich mich nun wieder an meine liegengebliebene Arbeit machen und währenddessen darauf hoffen, dass meine noch offenen Seminaranfragen wider Erwarten genhemigt werden. Drückt mir die Daumen es geschehen schließlich noch Zeichen und Wunder ;)

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2 Antworten

  1. Asmodina sagt:

    Wie wahr, wie wahr.
    Der Dschungel der großen Firmen kann kaum erkundet werden.

    So sind es bei mir keine Schulungen die für einen gewissen Unmut des Arbeitnehmers sorgen, sondern die Finanzierung.

    100 Leute planen, sie bilden Teams und diskutieren Stunde um Stunde. Und wofür? Um nacher feststellen zu müssen, das sich um das wichtigste nicht gekümmert wurde…
    Wer gibt von wo das Geld dafür frei?
    Fragen die nicht die Welt bewegen, aber die persönliche Zukunft eines einelnen.
    Schöne neue Welt der fähigen Leitungen.

  2. bekannt sagt:

    Ja meine Liebe, so ist das hier bei uns.

    Lass Dir gesagt sein, ich leide mit Dir….

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