Das Internet entwickelt sich mehr und mehr zu einer unüberschaubaren Sache. Mal abgesehen von Überwachung und Online-Durchsuchung. Hier wird wirklich wichtigen Leuten ein totaler Überblick verschafft. Doch das soll nicht das Thema sein.
Schon beim Schreiben des Titels kommen in mir Zweifel auf. Die Wortwahl hat mich doch eine Weile beschäftigt. Identitätsprobleme, aber zum Beitreten oder eher zum Eintreten? Gemeint sind die tollen Gruppen die wir in den Social Networks finden. Treten wir in Gruppen ein oder betreten wir sie und machen diese zum festen Bestandteil unseres Lebens Tages? Facebook und Co. sind sicher eine gute Sache, aber ich für meinen Teil verstehe die Leute nicht, die ihren Alltag in so eine Plattform legen. Sicherlich ist die gewisse Anonymität im Netz ganz angenehm, aber wie anonym ist man eigentlich noch? Irgendwie kennt jeder jeden, ich würde fast sagen, irgendwie hatte schon jeder was mit jeden, virtuell gesehen… Denke ich.
Aber möchte man sich mit Namen lustig klingender Gruppen identifizieren? Auch ich denke manchmal: “Die Gruppe ist wie für mich gemacht!” aber dennoch zelebriere ich den Akt des Finden der richtigen Gruppe nicht. Twitter meinen Beitritt in die Gruppe XY nicht gleich oder verschicke wie wild Einladungen um in Gruppen beizutreten die ich selbst ganz nett finde. Hier an dieser Stelle ein großes “Sorry” an die Leute die immer noch auf meinen Beitritt in ihre Empfehlung warten. Allen anderen sei gesagt das ich nicht aus Höflichkeit eingetreten bin und das in diesem auch kein Privileg in ihrer Person zu sehen sein soll.
Doch wann ist dieser Hype der sozialen Vernetzung im Web vorbei? Niemals?!? Generationen wachsen nach, einige versuchen noch mit lustigem Ideenklau (hier wäre nicht genug Platz für die Verlinkung der besagten Seiten, darum lass ich es) auf den rollenden Zug aufzuspringen. Um vielleicht doch noch den einen oder die andere zu erreichen, die sich bisher erfolgreich gegen eine Anti-Anonymisierung gewehrt haben. Mit immer neuen Ideen, die doch schon irgendwo aufgetaucht sind, wird man “gezwungen” sich mehr und mehr in der Community zu tummeln. Wir testen unser Wissen und lassen unsere virtuellen Freunde an unserem Erfolg teilhaben. Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln, und so kosten wir das Landleben im Netz aus. Beschenken unsere Freunde Kontakte mit Statusmeldungen über neue Funde im Browsergame. Kaufen und schenken, was früher bei Fans von Rollenspielen müde belächelt wurde hält langsam Einzug.
Und so beschenkt man sich mit Gifts die käuflich zu erwerben sind. Auf Plattformen die der Kommunikation und Kontakterhaltung dienen sollen. Doch die wenigsten kennen wirklich den Inhalt ihrer Kontaktlisten. Und so geben wir virtuell frei was im wirklichen Leben die Tür nicht verlassen würde…
Willkommen im Web 2.0!
Tags: Alltag, Gesellschaft, Internet, Kommunikation, sozial



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Es macht einen fast irre wenn man sieht wo Leute registriert sind. Personensuchmaschinen geben manchmal erschreckende Aufschlüsse. Ich bin immer vorsichtig und gebe meine Daten eher ungern preis.
[...] auf der Rücksitzbank | Micha http://ow.ly/1mMV8rWeb 2.0 – Identitätsprobleme zum Beitreten http://is.gd/6it4S Powered by Fresh From Kategorie: TwitterTags: fresh > [...]
Die Vernetzungen die heute möglich und manchmal gar erforderlich sind erschrecken mich. Ich schreibe oder poste etwas hier und schon ist es auf X Seiten zu lesen. Klar liegt es in meiner Hand wo ich mich anmelde und wo ich welche Sachen schreibe und zeigen lasse, dennoch frage ich mich wo das alles noch enden wird.
Sicherlich ist es teilweise erschreckend, aber wie Du schon sagst, jeder entscheidet für sich. Ich nutze viele Funktionen und Programme um Fotos zum Beispiel bei Twitter oder Flickr zu posten. Alles mit einer Software und einem Mausklick.